Event

Der Sand aus den Uhren

Die Frage nach der Relevanz des Schönen trat parallel zum post-historischen Zustand der Kunst und massenmedialer Propagandastrategien auf, die mit großem Druck einen neuen Schönheitsbegriff verbreiteten. Die Skepsis, die der Begriff seither erntet, beruht auch auf jener dem Begriff „Wahrheit“ gegenüber. In Baumgartens „Aesthetica“ war die Wahrheit integraler Teil der Schönheit. Die Idee des epistemologischen Auftrags des Schönen wird später in Hegels These vom „sinnlichen Scheinen der Idee“ ausgeführt. Dieser Impetus, der hinter der Ausstellung „Der Sand aus den Uhren“ steht, gleicht dem von Althussers Theoretischer Praxis. Der Unterschied liegt in der Sprache. Das Chiffren-System Kunst erlaubt hohe Dichte und Komplexität, ohne dem Kriterium der einfachen Verständlichkeit – dafür aber jenem der Ästhetik – unterworfen zu sein.

FÜHRUNG
„Ästhetik als Sprache“ – Kuratorenführung durch die Ausstellung „Der Sand aus den Uhren“
Mo., 14. Nov. 2016
17.00 Uhr


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