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Ausstellung: Wirran (ویران) Verfall. Verlassen – Eine Poesie des Verfalls

© Josef Polleross, 2015

Teheran: Im Norden stehen die Zeichen der Moderne – Shopping-Malls, Büro- und Wohntürme –, das Stadtzentrum ist von verlassenen Bauten aus dem 19. und 20. Jahrhundert geprägt. Sie tragen den Charme des stillen Verfalls und sind zugleich Zeugen der jüngsten iranischen Geschichte. Seit Ausrufung der Islamischen Republik 1979 haben Millionen Iraner das Land verlassen. Ganze Straßenzüge verödeten. Die Lalezar-Straße etwa, Ende des 19. Jahrhundert gebaut, war bis zur Revolution Teherans Vergnügungsviertel mit reichem Nachtleben, Kinos und Theater gewesen, ehe alle Unterhaltung verboten und die Etablissements zugesperrt wurden. Nun sind sie Produkte des Vergessens, gehören nicht zur Gegenwart, und auch ihr vergangenes Leben existiert nicht mehr.

IM GESPRÄCH
Josef Polleross im Gespräch mit Dr. Negar Hakim
Do., 17. Nov. 2016
19.00 Uhr
Hinterland Galerie im Spektakel
In deutscher Sprache

Josef Polleross, geboren 1963 in Österreich, Fotograf.
Negar Hakim, geboren 1971 in Isfahan, Iran. Kunsthistorikerin, freie Journalistin und Autorin zur europäischen und iranischen Architektur.


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